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angst

Die Zeit rennt und die nächsten Untersuchungen kommen immer näher. Aber ich hab ja keine Angst und überhaupt....bin ich ja sooo zuversichtlich und cool. Das lasse ich jedenfalls meine Lieben denken. Aber je näher der Tag der Wahrheit kommt, werde ich unruhiger. Ich darf einfach keine Ruhe in mein Leben lassen. Dann denke ich nicht so oft daran.

Wie gerne hätte ich jetzt umso mehr jemanden an meiner Seite, der das alles mit mir gemeinsam durchstehen würde. Ich wünschte es mir so sehr. Ich weiss auch, dass man die Liebe nicht erzwingen kann. Aber ich möchte sie doch so gern einmal richtig erleben. Einmal jemanden, dem ich wirklich wichtig bin, der sich aufrichtig für mich interessiert. Aber in meiner jetzigen Situation ist es wirklich schwierig jemanden zu finden. Wie und wann würde ich ihm von meiner Erkrankung erzählen und davon, dass mein Körper nicht mehr den normalen Vorstellungen entspricht. Ich wüsste es nicht. Wäre es zu früh, wäre er sofort weg und wenn ich zu lange warte, bekomme ich Vorwürfe (hättest du mir das mal eher erzählt, dann hätte ich mich freier entscheiden können) Vor dieser Entscheidung habe ich so große Angst, dass ich mich schon gar nicht mehr traue, jemanden näher kommen zu lassen. Hmmmmm.... ich finde das schon echt sch.....

5.9.07 07:20, kommentieren

Diese zermürbende Warterei

Die Lunge ist frei. Bin ich froh..... Das Szintigramm sagt, im Oberschenkel, wo eine größere Knochenmetastase war, ist nichts mehr zu sehen.... Sehr komisch, vor etwa 4 Monaten war alles noch unverändert. Und jetzt nichts mehr da? Wäre ja toll, aber ich kann das nicht glauben, nicht eher bis das MRT das Gleiche aussagt. Das habe ich am Montag machen lassen. Die Ärztin hat schon auf den ersten Blick erkannt, dass da doch noch was ist. Ist vielleicht kleiner geworden, aber es ist definitiv noch da. Ich weiss schon, warum ich keinem Arzt mehr richtig glauben kann. Hab wieder richtig gelegen. Wie schon so oft, während meiner Erkrankung. Hätte ich den Ärzten immer vertraut, wäre ich wahrscheinlich nicht so gut dran, wie ich es jetzt bin. Jetzt muss ich noch auf die genauen Ergebnisse warten. Die Ärztin will die Bilder in Millimeterarbeit bewerten. Ende der Woche weiss ich dann Näheres. Aber eigentlich bin ich recht zufrieden. Mit den Metastasen in den Knochen kann ich alt werden. Nur wenn sie in den Organen sind, das ist schlecht. Hmmm..eigentlich ist das alles schlecht, aber ich sehe das eben positiv. Jedes Ding hat 2 Seiten. Auch meine Krankheit. Wäre ich nicht krank geworden, hätte ich niemals gewusst, wievielen Menschen ich wichtig bin, von denen ich es nicht wirklich geglaubt hätte. Diese Erfahrung würde man ja erst auf seiner eigenen Beerdigung machen, wenn man das erleben könnte. Ich habe dieses Privileg eben schon zu Lebzeiten gehabt. :-))

So, nun mach ich erst mal wieder schluss. Ich melde mich wieder, wenn ich neue Ergebnisse habe. 

18.9.07 18:52, kommentieren